27 November 2014

Ein feines Pflaumen-Zimt Törtchen mit Vanilla-Bean Creme und Marshmallow Frosting {ichbacksmir}

Im Moment haben es mir mal wieder die kleinen Sachen im Leben angetan. Ein Lächeln von den Kollegen, ein freier Parkplatz nachmittags um fünf in der vollen Stadt, eine Tasse heiße Schokolade, das Gefühl der warmen Herbstsonne auf der Haut, der Duft von frischem Kaffee und gebackenen Köstlichkeiten. Da es heute also um Dinge geht, die man besonders lieb hat, gibt’s einen winterlichen Kuchen mit meinen Lieblingszutaten: Zimt, Kardamom, Vanille und Pflaumenmus. Oh, und Marshmallows dürfen im Winter auch nicht fehlen. Und da die liebe Clara von Tastesheriff die neue #ichbacksmir Runde eingeleitet hat, mit dem Aufruf, die Lieblingskuchen zu zeigen, passt dieser hier ganz gut ins Konzept, denke ich. An dieser Stelle ein kleines Dankeschön an Clara, dass es ich back’s mir trotz deines neu gewonnenen, turbulenten Familienlebens gibt!


Zutaten für ein 4  schichtiges Törtchen (18cm):

Für den Teig:

2 x dieses Bisquitrezept

Das Bisquitrezept mit doppelter Menge in einer Rührschüssel zubereiten. Bevor ihr das Eiweiß ganz zum Schluss unterhebt, gebt ihr noch zusätzlich ½ TL Kardamom, 1 TL Zimt  und 215 g Pflaumenmus in den Teig. Dann ganz normal nach Rezept backen und vollständig auskühlen lassen.



Für die Füllung:

500 g Margerquark
120 g Puderzucker
20 g Sahne
2 Vanilleschoten, das Mark davon
2 Päckchen Sahnesteif

Für die Vanilla-Bean Füllung feuchten Zutaten in einer Schüssel mit dem Rührstäben des Handrührgeräts verrühren, bis eine glatte, cremige Konsistenz erreicht ist. Ganz zum Schluss das Sahnesteif unterrühren und die Creme für 15 Minuten kalt stellen. Die zwei Tortenboden jeweils einmal gerade durchschneiden, so dass man vier gleich dicke Böden erhält. Die gekühlte Creme gleichmäßig auf die Böden streichen und diese zusammensetzen. Wer möchte, kann die Torte noch mit goldenem Zucker verzieren. Bis zum Servieren kühl lagern.



Für das Marshmallow-Frosting:

2 Eiweiß
75 g weißer Zucker

Die Eiweiße sehr steif schlagen (bis ein Messerschnitt sichtbar bleibt). Unter ständigem Weiterschlagen den Zucker einrieseln lassen und 2 Minuten unterrühren.
Das Frosting auf der Torte verstreichen und mit Hilfe eines Bunsenbrenners oder Flambierers leicht karamellisieren lassen.



Habt einen feinen Tag,
MissFredaSofie





26 November 2014

Hach, die Schweden mal wieder! Heute: Original schwedischer Glögg und Kanelbullar

Manchmal, an so grauen vorwinterlichen Tagen wie heute, wäre ich gern ganz weit weg in Schweden. Die Verbundenheit für Schweden hab ich definitiv von meinem Vater, der mir schon als kleines Kind von Pippi Långstrump, älg und Co erzählte. Zugegeben, Pippi Langstrumpf ist nichts Neues und die gibt es hier in Deutschland auch, aber als ich als kleiner Stöpsel mit Holzclogs, Leggins und einer überdemensional großen Lakritzpfeife durchs Langstrumpf-Dorf in Schweden marschierte, kam ich mir schon ziemlich einheimisch vor. Dazu noch blaue Auge und meine hellblonden Haare zu Zöpfen geflochten… - komm mehr Pseudo-Schwede geht nicht, oder? Aber auch die schöne Deko, die rot-weißen Häuschen und vor allem das Essen haben es mir angetan. Deshalb gibt’s heute, passend zur nahenden Winterzeit, einen kompletten Post mit schwedischem Glögg und Kanelbullar - nach schwedischen Rezepten, naturlig. Smaklig måltid!




(für circa 8 Portionen Glögg):

1l Rotwein
80ml Rum (oder Weinbrand)
100 g Zucker
1 Zimtstange
20 g frischen Ingwer
2 TL Kardamom Pulver
6 Gewürznelken
100 g Rosinen (optional)
50g geschälte Mandelstifte
eine große, unbehandelte Orange

Den frischen Ingwer in Scheiben schneiden. In einen Topf Rotwein mit Rum, Zucker, der Zimtstange und dem Kardamom-Pulver, dem frischen Ingwer und den Gewürznelken vermischen und zugedeckt bei kleiner Hitze langsam erwärmen, bis der Wein fast kocht. Vom Herd nehmen und am besten über Nacht (ansonsten 5-6 Stunden) ziehen lassen. Die Gewürze anschließend mit einer Schöpfkelle herausnehmen. Vor dem Servieren die Orange in Scheiben schneiden, mit den Rosinen und den Mandelstiften zum Glögg dazugeben und ihn zugedeckt bei kleiner Hitze für etwa 20 Minuten ziehen lassen. Den Glögg noch heiß in Bechern servieren.





Für 15-20 Kanelbullar:

Für den Teig:
445 g Mehl
1/4 TL Salz
70 g brauner Zucker
25 g frische Hefe
250 ml Milch
80 g Butter

Für die Füllung:
80 g zimmerwarme Butter
5 EL brauner Zucker
3 EL Zimt

Zum Bestreuen:
Hagelzucker

Die Butter in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie geschmolzen ist. Die Milch dazugeben und die Mischung auf etwa 37°C (Fingertemperatur) erwärmen. Die Mischung darf nicht zu heiß werden oder kochen, da die Kanelbullar später nicht richtig aufgehen und trocken werden.
Mehl mit Salz und Zucker vermischen und eine Mulde in die Mitte formen. Hefe zerbröseln und hinein geben, dann langsam die Milch-Butter Mischung darauf füllen. Alles zu einem glatten, geschmeidigen Teig verkneten. Wenn der Teig zu weich sein sollte, einfach noch ein wenig Mehl hinzugeben. Den Teig in eine Schüssel geben und an einem warmen Ort 90 Minuten gehen lassen. 
In der Zwischenzeit kannst du die Füllung vorbereiten. Dafür einfach die Butter mit dem Zucker und dem Zimt in einer kleinen Schale gut vermischen, bis eine glatte, braune Creme entsteht (am besten geht das mit einer Gabel).
Wenn die 90 Minuten um sind, den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmals kräftig durchkneten und zu einem etwa 40 x 30 cm großem Rechteck ausrollen. Die Butter-Zimt Füllung mit einem Löffel oder Backpinsel dick auf dem Teig verteilen. Den Teig von der langen Seite her aufrollen und in 3-4 cm dicke Streifen schneiden. Die Kanelbullar mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzten, mit einem Küchentuch abdecken und für weitere 45 Minuten ruhen lassen. 
Nach etwa 25 Minuten den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Den Hagelzucker über die Kanelbullar streuen und im heißen Ofen 10-13 Minuten backen. 



Ha en bra dag!

Liebst,
MissFredaSofie♡

24 November 2014

Wie ein Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt: Candy Cane Chocolate Cookies

Kennt ihr das? Ihr schlendert über das Winterwunderland Weihnachtsmarkt in abendlicher Dämmerung, trinkt eine Tasse Punsch oder Glühwein nach der anderen und futtert euch durch die rustikalen Essensstände. Und wenn dann ganz zum Schluss noch Dessert angesagt ist, gibt es Crêpes, gebrannte Mandeln, Gewürzkuchen und – für mich ein Muss – Candy Canes. Zu Deutsch: Kleine, feine Knusperstäbe bestehend aus purem Zucker mit schönen rot-grünen Schlieren und Pfefferminzgeschmack. Mhh. Da ich mich zwischen dem schokoladigen Gewürzkuchen und den zuckrigen Stäben immer nicht entscheiden kann, habe ich heut‘ beides in einem Weihnachtskeks vereint, den ihr euch easy peasy nachbacken könnt. 



Für den Teig*:

175 g Zartbitterschokolade, grob gehackt
25 g gesalzene Butter
30 g Mehl
¼ TL Backpulver
1 Ei
75 g weißer Zucker
½ TL Vanilleextrakt

Für die Dekoration:

100 g Zartbitterschokolade, über dem Wasserbad geschmolzen
gehackte Zuckerstäbe mit Pfefferminzgeschmack
100 g Schokolade zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen, auf Raumtemperatur abkühlen lassen. In einer Schüssel Mehl, Salz und Backpulver mischen, beiseite stellen. Das Ei mit Zucker und Vanilleextrakt 3 Minuten schaumig schlagen, bis es etwas eindickt. Zu der Eimasse die Schokoladen-Buttermasse und 75 g gehackte Schokolade geben, kurz unterrühren. Die Mehlmischung in zwei Schüben dazu geben und alles zu einer cremigen Masse verrühren. Für 15 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen. Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Mit einem Esslöffel runde Kugeln aus dem Teig abnehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen, dabei etwas Platz lassen. Für etwa 10 Minuten im heißen Ofen backen, auskühlen lassen. Die Cookies in die geschmolzene Schokolade dippen und mit Zuckerbröseln bestreuen. Auf einem Kuchengitter aushärten lassen.





Und da ich der festen Überzeugung bin, dass diese zauberhaften Cookies auf keiner winterlichen Tea-Party fehlen dürfen, schick ich sie ruck-zuck ans Knusperstübchen. 

Ich wünsch' euch einen tollen Tag.

Liebst,
MissFredaSofie♡



* Rezept abgeändert von call me cupcake

23 November 2014

Rezept für "Heiße Weiße" & ganz schön feines Apple Pie Spice

Guten Morgen. Ich bin der lebende, atmende Beweise dafür, dass man einen ganzen Tag damit verbringen kann, im Bett zu liegen, sich grummelnd über seine Rückenschmerzen zu beklagen und nichts, rein gar nichts zu machen. Okay, ich muss zugeben, ganz genau genommen stimmt das jetzt auch wieder nicht. Ich habe außerdem noch zwei Folgen Game of Thrones geguckt, eine halbe Packung Cornflakes verputzt und zwei Tassen heiße, weiße Schokolade geschlürft. So richtig cremig mit Milch und frisch geraspelter weißer Schokolade. Achja, ich möchte jetzt ja keine Loblieder über mich singen, aber trotz anfänglicher Demotivation habe ich es dann noch geschafft die zweite Tasse Schokolade erst genüsslich zu trinken, nachdem ich sie vor der Linse hatte. Zusammen mit dem köstlichsten kleinen Glücklichmacher, den du in der Vor-Adventszeit finden kannst. Here it comes: Apple Pie Spice. Schmeckt vom Ding her so, als wenn du gerade einen kompletten Apfelkuchen in dich hinein schaufeln würdest, wobei ich hier anmerken muss, dass ein Teelöffel weitaus weniger Kalorien hat, als ein ganzer Kuchen. Zucker muss ja auch mal was Gutes an sich haben, näch?


Und ja, tut mir aufrichtig Leid, aber der Apple Pie Spice ist von letzter Woche. Soviel Motivation war dann heute doch nicht mehr drin. Wäre auch ein wenig zu viel des Guten gewesen, es ist ja immerhin Wochenende. Aber schon angerichtet is es ja, ge? So mit ein bisschen Kakaopulver und einem Stückchen weißer Schokolade…ich verkriech mich dann mal wieder in meine Kuschelecke und lass euch noch schnell die Rezepte da.


Zutaten für ca. 500 g:

8 Äpfel mittlerer Größe 
450 g weißer Zucker
1 ½ TL Zimt
½ TL Kardamom
¼ TL Muskat
½ TL Piment
¼ TL Ingwer
1 Prise Salz
Mark einer Vanilleschote

Den Backofen auf ca. 50 Grad Umluft vorheizen. Äpfel schälen und die Schale auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Im vorgeheizten Backofen für etwa 90 Minuten trocknen, bis die Apfelschalen knusprig sind.
Aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Anschließend eine kleine Handvoll der getrockneten Apfelschalen in den Mörser geben und fein mahlen. Anschließend mit dem Zucker, einem TL Zimt, und den Gewürzen vermischen, in ein Glas geben und an einem kühlen, trockenen Ort lagern.
Und worüber streust du dir deine kleine Prise Glück? Wie wäre es mit Milchreis, Waffeln, Pfannkuchen, Kuchen oder Kekse, Punsch, Cappuccino, Kaiserschmarrn, Joghurt, Müsli,…


Heiße Weiße (für 2 große Tassen):

200 g weiße Schokolade
550 ml Milch
125 g Schlagsahne
1 EL Apple Pie Spice
zum Bestäuben:

Kakaopulver
Lebkuchengewürz
Schokoladenraspeln


Die Schlagsahne in einen Rührbecher geben und steif schlagen, beiseite stellen. Die Schokolade grob hacken. Milch in einem Topf kurz aufkochen, vom Herd nehmen und die Schokolade mit einem Schneebesen einrühren, bis sie sich aufgelöst hat. Den Apple Pie Spice einrühren und in Gläser füllen. Mit Sahne, Schokolade und Gewürzen dekorieren. 



Einen gemütlichen Sonntag euch,
MissFredaSofie

20 November 2014

Ein kleiner Wintertraum. Mit gezuckerten Cranberries und einer dekadenten Zimtcreme. You'll fall in Love.

Hinter der Kasse schaut mich die Kassiererin leicht genervt an. So ungefähr im gleichen Alter wie ich, nur solariumbraun getoastet, dazu 2 kg orangenes Make-Up im Gesicht, die Wimpern besser zusammen getuscht, als Spider Man seine Netze spannen kann. „Na, Sie sind aber auch voll mit der Weihnachtsbäckerei zugange, was? Ganz schön viel Süßkram haben Sie da.“ Während die platinblonde Blondine vor mir sehr offensichtlich ihren Kaugummi von der einen in die andere Backentasche schiebt, versuche ich meinen direkten Kommentar „Also eigentlich werden das 3 Bisquitschichten, Zimtcreme und gezuckerte Cranberries. Außerdem was geht Sie das an?!“ zu unterdrücken. Ich meine, was erwartet die Dame denn? Dass ich allen Ernstes 500 g Butter, 1000 g Zucker und Mehl, 300 g Marshmallows, 200 g Cranberries und 200 g weiße Schokolade abends zu Frauentausch weg futtere? Muss die ein verdrehtes Menschenbild haben.


Stattdessen fällt mein Kommentar eher in die alltäglich sozial akzeptierte Sparte: „Ja, Weihnachtsbäckerei find‘ ich total klasse.“ Während Miss Spiderman mir künstlich nachgrinst und ich hier innerlich noch über komische Menschenbilder nachdenke, gibt’s für euch jetzt erstmal das Rezept dieses leckeren Wintertörtchens. Wobei ich aber nicht garantieren kann, dass ihr den Rest der Zimtcreme direkt aus der Schüssel futtert und danach zufrieden grinsend mit einem kugelrunden Bäuchlein auf der Couch liegt.




Zutaten für ein 3 schichtiges Törtchen (18cm):

2 x dieses Bisquitrezept


Das Bisquitrezept mit doppelter Menge in einer Rührschüssel zubereiten. Bevor ihr das Eiweiß ganz zum Schluss unterhebt, gebt ihr noch zusätzlich 1/4 TL Kardamom und 1 TL Zimt in den Teig. Dann ganz normal nach Rezept backen und vollständig auskühlen lassen.



Zimtcreme & Dekoration:

110 g Butter
400 g Frischkäse
120 g weißer Zucker
1 ½ TL Zimt
2 Päckchen Sahnesteif

100 getrocknete Cranberries (oder frisch, wie ihr mögt)
1 Eiweiß
weißer Zucker zum Wälzen
wer möchte: Rosmarinzweige


Die Butter zusammen mit dem Frischkäse und dem Zucker zu einer glatten Masse verrühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat. Zimt und Sahnesteif vermischen und dazu geben, schnell verrühren, da sonst Klümpchen in der Creme entstehen. Die fertige Zimtcreme für 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Die Tortenböden nacheinander mit der gekühlten Creme bestreichen, leicht aneinander drücken. Die restliche Creme zum Einstreichen der Torte verwenden. 

Für die gezuckerten Cranberries gebt ihr das Eiweiß in eine kleine Schüssel und heizt den Backofen auf 50°C Umluft vor. Die Cranberries in dem Eiweiß für etwa 10 Sekunden wenden, danach auf ein bezuckertes Backblech geben und im Zucker wälzen, bis die Beeren großzügig bedeckt sind. Den überschüssigen Zucker vom Backblech schütteln und die Beeren für etwa 90 Minuten im Ofen trocknen lassen. Zum Schluss das Törtchen mit den gezuckerten Beeren und Rosmarinzweigen dekorieren. 








Habt einen wundervollen Tag.

Liebst,
MissFredaSofie♡

18 November 2014

Von Übermotivation & Schokoladen Moustaches

Heute war ich so richtig motiviert. Fast schon unheimlich. Für die lieben Verwandten gibt’s nämlich als nachträgliches Hochzeitsgeschenk (nein, ich hab nicht die Hochzeit vergessen, es gibt süße Erinnerungen für später) ein kleines kulinarisches Adventspaket. Sozial ausgedrückt. Ich könnte jetzt auch die Wahrheit schreiben, dass ich ein Päckchen voll mit Schokolade, Keksen, Kakaofix, Vanille Salz, Bars und ganz viel Karamell verschicke. Aber ich glaub dann würde sich hier jeder angesichts der 458961324 Kalorien aus dem Staub machen. Also wird’s ein kulinarisches Adventspaket. Klingt auch irgendwie besser und nicht so, als ob man davon direkt 5 kg mehr auf die Waage bringt. Ihr versteht was ich meine, ja? Freda stellt sich also um 8.00 Uhr, nein lieber schon um 7.30 Uhr (sonst komm ich noch zu spät), den Wecker. Dann kann ich ja so um 8.00 Uhr losfahren, bin ich um 8.30 Uhr beim Einkaufen, kann um 9.30 Uhr backen.


Abends muss ja noch gearbeitet werden. Ja super. Während ich mit Zahnpasta-weiß-verschmiertem Mund vorm Spiegel stehe, halte ich inne. Ähhh, Moment. Die Geschäfte machen erst um 9.30 Uhr auf. Och nö. Was macht Madame also? Gefühlte zwei Minuten wie Rumpelstilzchen mit den Füßen auf den Badezimmerboden eintrampeln, anziehen, mürrisch runtergehen. Diese faulen Leute, die immer so spät die Geschäfte aufmachen, wenn ich noch kandierten Ingwer, Butterbrotpapier und Schokolade brauche. Ungerecht ist die Welt. Blieb mir also nichts anderes übrig, als die gestern gebackenen Schokoladen Moustaches zu fotografieren.


Und nachdem ihr jetzt in Kenntnis davon gesetzt seid, dass ich grundsätzlich mit schaumverschmiertem Mund morgens im Bad stehe, übermäßig viel plane, eine kleine Perfektionistin bin und mich über Menschen beklage, deren Arbeitszeiten ich auch ungern übernehmen würde, gibt’s jetzt wenigstens noch das Rezept für ein wenig weihnachtliches Hüftgold. Ähh, gesunde Schokoladen Kekse in Schnurrbartform.



Für etwa 20 Schnurrbärte*:

100 g Zartbitterschokolade
250 g Mehl & etwas zum Ausrollen
3 EL Backkakao
80 g Puderzucker
125 g kalte Butter
1 Ei


*abgwandelt aus der Lecker Bakery

Die Schokolade grob hacken und sie im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Das Mehl mit dem Kakao und Puderzucker in einer Schüssel mischen. Die Butter in grobe Stücke schneiden und mit dem Ei unter den Teig kneten. Zum Schluss zwei Esslöffel der geschmolzenen Schokolade unter den Mürbeteig kneten. Den Teig für 30 Minuten abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Die Arbeitsfläche dünn mit Mehl bestäuben und den Teig ca. 5 mm dick darauf ausrollen. Entweder mit Bart-Ausstechern von hier oder mit einer selbstgemachten Schablone von hier Bärte ausstechen/ausschneiden. Die Kekse auf die Bleche legen und im vorgeheizten Ofen für etwa 10 Minuten knusprig backen, auskühlen lassen.
Die restliche Schokolade erneut schmelzen, in einen Spritzbeutel füllen und die Bärte damit besprenkeln.




Einen entspannten Abend euch,
MissFredaSofie♡

16 November 2014

Ein ziemlich schickes Ziegenkäsetörtchen. Mit frischen Feigen. Und den herbstlichsten Trauben und Nüssen. You'll fall in Love.

Also wenn man noch ein bisschen mit dem letzten bisschen Herbst angeben will, sind Nüsse und Feigen ja immer eine gute Idee. Dacht‘ ich mir so. War ich übrigens auch nicht die Einzige, denn als ich abends auf der Couch lag und mir (mal wieder) Bilder von tollen Torten auf Instagram anschaute, wollte ich auch eine tolle Torte. Das Gute daran, wenn man sich nur Bilder anschaut, ist, dass man das Rezept immer noch selbst entwickeln kann. Freda geht also in die Küche und sucht. Nicht alles da. Tja, Pech. Die Wochen sind vergangen und als ich neulich am Bodensee war und mir die Weinberge anschaute, kam mir ein genaues Bild in den Sinn. Also hab ich heute ein Rezept für einen saftigen Bisquitkuchen mit ein bisschen Schokolade ausgetüftelt.


Und nachdem ich selig grinsend mit schokoverschmiertem Gesicht und einem riesen Stück Torte auf der Couch lag, wollt ich auch eben nochmal das Rezept da lassen. Außerdem ist auf dem ziemlich dekadenten Törtchen immerhin noch ein bisschen Obst drauf, so lässt sich das gleich doch besser rechtfertigen…

Für ein 18cm Törtchen brauchst du:

dieses Bisquitrezept

3 EL Kakao
3 EL Milch

Den Bisquitteig nach dem Rezept zubereiten. In drei Teile teilen. (Entweder backst du nun in drei Springformen gleichzeitig oder nacheinander.) 
Tipp: du kannst auch drei runde Keksdosen mit 18cm Durchmesser nehmen. 
Den ersten Teil ohne weitere Zutaten in eine mit Backpapier ausgelegt Springform geben und backen. Zu dem zweitem Teil 1 El Kakao und 1 EL Milch geben und ebenfalls backen. Dem dritten Teil gibst du 2 El Kakao und 2 EL Milch hinzu. Die Bisquitböden vollständig auskühlen lassen, in der Zwischenzeit Belag und Creme vorbereiten.



Für die Creme brauchst du:

250 g Puderzucker
325 g Ziegenfrischkäse
250 g Mascarpone
1 Tütchen Sahnesteif

außerdem:

125 g Zartbitterschokolade
2 frische Feigen
1 Handvoll frische, blaue Weintrauben
Walnüsse, Pecanüsse (oder was du magst)

Für die Creme alle Zutaten in eine Schüsselgeben und mit dem Rührbesen des Mixers cremig aufschlagen. Die Bösen damit bestreichen und von dunkel nach hell zusammensetzen. Mit der restlichen Creme das Törtchen bestreichen und eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Die Schokolade fein hacken und über dem Wasserbad schmelzen lassen. Das Törtchen aus dem Kühlschrank nehmen, mit der Schokolade übergießen und mit Früchten und Nüssen dekorieren.




Ich wünsch euch einen gemütlichen Abend!

Liebst,
MissFredaSofie♡

12 November 2014

{ Hello Autumn } Eine Knusper Quiche mit Gorgonzola und Birnen. Getoppt mit hausgemachten Röstzwiebeln und Bacon.

Also eigentlich sollte es heute um einen total saftigen Orangenkuchen gehen. Mit Zimt, Karamell, Kardamom und allem Drum und Dran. So ein richtiger Herbst Kracher halt. Ich hatte schon alles vorbereitet: Grundrezept für einen Rührkuchen nach meinen Wünschen verändert, ein bisschen herbstliche Deko gesammelt, Orangen eingekauft. Kann also nichts mehr schief gehen. Jaaaah, denkste. Eigentlich sollte ich auch jetzt im Zug sitzen und gemütlich durch halb Deutschland reisen. Tja, die Dinge laufen manchmal ganz fix anders, als man es denkt. Arghh! Ich kann so nicht arbeiten.


Der nicht fahrende Zug ist auch der Grund für das heutige Rezept, dass eigentlich auch schon bis zum 9. veröffentlicht sein sollte, um noch schnell an der "ichbacksmir"- Aktion teilzunehmen. Tja, das war wohl nix. Da ich also statt Zug mit Bus (jippijajey) durch Deutschland cruise und der dummerweise nicht ganz früh morgens fuhr, musste schnell nochmal ein frühes Mittag her. Hier kommt also meine fixe Quiche, für alle Frühmittagsesser, Spätaufsteher und Schnellmacher.


Für den Teig (Springform 18cm):


200 g Mehl
100 g Butter (zimmerwarm)
1 Prise Salz
etwas Wasser


Alle Zutaten (entweder mit der Hand oder mit den Knethaken des Rührgerätes) zu einem glatten Teig verkneten. Der Teig sollte schön geschmeidig sein und sich gut ausrollen lassen, so wird er später schön knusprig. Ist das noch nicht der Fall, einfach ein bisschen mehr Wasser hinzufügen. Eine Springform mit 18cm Durchmesser fetten. Den Teig ausrollen und einen Kreis für den Boden zurecht schneiden, den übrigen Teig zu einer Rolle formen, um den Rand legen und hoch ziehen. Gut andrücken, damit nachher nichts von der Füllung ausläuft.



Für die Füllung:

2 reife Birnen (am besten Williams)
150 g Gorgonzola
1 EL Schmand
3 Eier
2 EL Mehl

1 kleine Zwiebel & 2 EL Mehl
3 EL Butter

Salz, Pfeffer
4 Scheiben Bacon (oder mehr, je nach gusto)

Für die Füllung die Birnen heiß abwaschen, entkernen und in ganz feine Würfel schneiden. Wer mag, kann sie auch noch schälen, ich mochte den leicht herben Geschmack der Schale. Den Gorgonzola klein schneiden und in einer Schüssel zusammen mit dem Schmand, den Eiern und dem Mehl verquirlen. Die Birnenstückchen dazu geben und die Füllung auf den Teig geben. Für etwa 25 Minuten im Backofen goldbraun backen.



Wenn du noch nicht genug lecker hast, dann machst du dich in der Zwischenzeit an dem Bacon und der Zwiebel zu schaffen. Für die selbstgemachten Röstzwiebeln die Zwiebel von der Haut befreien und in feine Streifen schneiden. Das Mehl in eine kleine Schüssel geben und die Zwiebelstücke großzügig darin wenden. Die Butter in der Pfanne erhitzen, die Zwiebel dazugeben und goldbraun frittieren. Auf einem Küchenkrepp abtropfen und erkalten lassen. Den Bacon in der Pfanne knusprig anbraten und ebenfalls abtropfen lassen. Wenn eure Küchenuhr nun unaufhaltsam piept, dürft ihr die Quiche aus dem Ofen nehmen und mit Röstzwiebeln und Bacon beschmeißen. Mahlzeit!



Ich wünsch' euch einen schönen Tag ihr Lieben.
MissFredaSofie♡

04 November 2014

Finger-lickin‘-good: Flammkuchen mit Pflaumen, Ziegenkäse und Bacon

Zusammengefasst betrachtet bin ich im Sommer aktiver als im Winter. Geht dir das auch so? Oder ist es einfach nur meine innere Einstellung, die mich bei dem regnerischen Grauwetter da draußen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt? Wenn im Sommer alles blüht und die Temperaturen angenehm warm sind, dann erhebe ich mein Hinterteil doch schon viel lieber von der Couch als jetzt. Und Sport machen wäre da dann auch noch ein Thema. Äh ja, hab ich jetzt die letzten Tage die letzten zwei Wochen nicht wirklich gar nicht gemacht. Ist halt so kalt, wenn man abends aus dem Fitnessstudio kommt. Und Bikinifigur-Training beginnt ja sowieso erst wieder ab März. Wenn überhaupt. 



Also wenn meine Uhr schon dezent auf Winter(schlaf) tickt, dann darf ich mir auch ein Vorweihnachtspolster anfuttern, nicht? Denn ist ja dann auch wieder ein Jahr hin, bis man sich wieder ohne jegliche Rechtfertigung einen Keks nach dem anderen genehmigen darf. Oder Braten. Oder Pflaumen. Mit Speck. Und davon ganz schön viel. Auf nem Flammkuchen. Die Idee kam mir nämlich neulich, als ich mal wieder fieberhaft nachdenkend vorm Kühlschrank stand und mir überlegte, was ich denn heute bloß esse. Und weil ich beim Weihnachtsessen bisher immer die Erste war, die den Pflaumen-Speck-Teller leer futterte, gibt’s das heute praktisch auf die Hand als Flammkuchen. Alltagstauglich, also.





Weg zum Glück:

Entweder machst du den Teig nach diesem Rezept oder du nimmst

1 Rolle frischen Flammkuchenteig aus dem Kühlregal
200g Schmand
1 EL Milch
Salz, Pfeffer
8-10 Pflaumen
100 g Bacon
200 g Ziegenkäserolle

Den Backofen auf  200°C Ober- / Unterhitze vorheizen.
Den Schmand mit der Milch cremig rühren, mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Auf einem mit Backpapier belegtem Blech den Flammkuchenteig dünn ausrollen und die Schmandcreme darauf verteilen.
Die Pflaumen heiß abwaschen, halbieren und entkernen. Die Ziegenkäserolle in dünne Scheiben schneiden. Anschließend den Flammkuchen mit den Plaumen, den Speckstreifen und den Ziegenkäsescheiben belegen.

Dann Pfeffern und für ca. 12 Minuten auf unterer Schiene im Backofen knusprig backen.




Süße Grüße,
MissFredaSofie♡